Wild Thing

DRIVING EXPERIENCE / Ducati

Männer und Motorräder – eine wunderbare Symbiose. Ein attraktives Bike verleiht jedem Fahrer Esprit und verströmt das Gefühl von Weite und Freiheit. Auch mich haben Motorräder schon seit meiner Kindheit in ihren Bann gezogen. Jetzt durfte ich in das Allerheiligste eintreten: Für mich öffneten sich die Türen von Ducati in Bologna.

Der weltweiten Fangemeinde steigt der Blutdruck, wenn sie den Namen Ducati nur buchstabieren. Und ich war drauf und dran, die höchsten Weihen für einen Motorrad-Enthusiasten zu erfahren: Ich durfte ein Wunderwerk der Technik gleichsam an seiner Geburtsstätte kennenlernen und eine Ausfahrt wagen. Kurz, ich reiste nach Bologna.

Traditionsunternehmen von Weltrang
Seit 1926 fertigt Ducati Maschinen mit Emotionen. Nachdem in den Werkshallen am Rande von Bologna der erste elektrische Rasierapparat Italiens produziert wurde, kaufte das Unternehmen später das Patent für einen Hilfsmotor für Fahrräder. Erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg startet die Produktion von Motorrädern. Der Anspruch war von Anfang an hoch: Ehrgeizige Ingenieure wollten Motorräder mit einem unverwechselbaren Design und einem einzigartig sportlichen Charakter auf den Markt bringen. Und so arbeiten sie bis heute.

Genese eines Spitzenbikes
Ich machte mich an einem wundervollen Herbsttag auf die Reise nach Bologna – und um es gleich vorwegzunehmen: Es wurde ein Tag der Superlative. So etwas lässt auch gestandene Männer nicht kalt. Kaum in der Metropole der Region Emilia-Romagna angekommen, machte ich mich auf den Weg zu den legendären Produktionshallen von Ducati. Was für ein Gefühl, an dem Ort zu sein, wo hoch qualifiziertes Personal äußerst konzentriert dieses Wunderwerk der Technik fertigt oder sagen wir – die Steigerung ist angebracht – die Entstehung eines Ausnahme-Motorrads zelebriert. Mit großem Interesse verfolgte ich an den verschiedenen Fertigungsstraßen, wie die einzelnen Modelle Schritt für Schritt Gestalt annehmen. Mein Adrenalinspiegel stieg unaufhaltsam.

Claudio Domenicali, CEO, Ducati

Höchstleistung
Aber nun stand der absolute Höhepunkt bevor: Die Begegnung mit dem CEO von Ducati, Claudio Domenicali. Der Topmanager war mir sofort sympathisch, zwischen uns stimmte von Anfang an die Chemie. Domenicali gehört dem Unternehmen seit mehr als 20 Jahren an. 1999 stieg der Maschinenbau-Ingenieur zum Geschäftsführer von Ducati Corse auf, wurde 2005 Entwicklungschef der Serienproduktion und fungierte seit 2009 als Generaldirektor. Er stammt aus einem kleinen Ort unweit von Bologna und ist – wie kann es anders sein – leidenschaftlicher Motorradfahrer. Genau wie ich.

Doch nun hatte ich genug von der grauen Theorie, denn auf dem Hof sah ich zwei Flaggschiffe von Ducati in der Sonne glänzen. Der Top-manager reservierte sich eine 1299 Panigale S, ein Spitzenerzeugnis und wohl das emotionalste Superbike auf dem Markt.

Für mich war eine Monster 1200 S Stripe ausgewählt. Sie faszinierte mich sofort durch eine exklusive rote Farbgebung mit zwei weißen Streifen auf Kotflügel, Tank und Soziusabdeckung. Ich schwinge mich also auf 145 PS pures Adrenalin und es kann losgehen.

Begeisterung pur – Kurve für Kurve
Auch als erfahrene Biker hat Sicherheit für uns drei – der CEO und ich werden noch von einem Testfahrer begleitet – oberste Priorität. Forza! Es geht los! Die Motoren heulen auf! Zuerst fahren wir durch Bologna, passieren die Due Torri, die beiden Türme im Zentrum der Stadt, sowie die älteste noch existierende Universität der Welt (gegründet 1088). Dann steuern wir unsere Superbikes durch die sanften Berge der weiten Landschaft. Wir fahren die Kurven genussvoll aus, rollen über sanfte Hügel und genießen den Augenblick.

Rennsportmacht
Nach einer guten Wegstrecke legen wir eine Pause ein und geraten bei einem wunderbaren Espresso ins Schwärmen über die drei Bikes. Dabei frage ich den CEO nach Ducatis Rennsportaktivitäten. Domenicali legt fast mit dem Tempo seiner Superbikes los und erzählt: Ducatis avancieren zu Freizeitobjekten mit starker Tendenz zum Lifestyle. Das Unternehmen produziert ausschließlich Motorräder mit mehr als 600 Kubikzentimetern Hubraum und setzt auch sportlich auf Höchstleistung. Daher ist Ducati natürlich seit Jahrzehnten aus dem Motorradrennsport nicht wegzudenken. Gegenwärtig ist der Konzern mit dem Ducati MotoGP Team in der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft präsent. Zudem war Ducati bei der Superbike-Weltmeisterschaft mit einem Werksteam dabei. Und auch in der Vergangenheit konnte Ducati etliche Titel bei namhaften Wettbewerben gewinnen.

Wenn der Tag sich neigt
Leider endet auch die schönste und aufregendste Probefahrt einmal. Wir erreichen wieder Bologna, schalten die Motoren ab und übergeben die Bikes dem Servicepersonal.

Unser aufregender Tag klingt aus in einer kleinen Trattoria in Bologna. Mit Claudio Domenicali genieße ich die hervorragende Küche der Emilia-Romagna und wir lassen unsere Eindrücke des Tages Revue passieren. In unserer Wortwahl sind wir uns einig: sensationell, grandios, einmalig. Wir sind überwältigt. Fasziniert von den Bikes erfahren wir den Rausch von Freude, Genugtuung und Emotion. Jetzt am Abend können wir auch vom trefflichen Wein der Region probieren, der vorzüglich harmoniert mit den Ducati-Glückshormonen.

Ein Tag voller Emotion und Erfahrung liegt hinter mir. Ducati steht für Charakter, Leistungsstärke, edles Design, Geschwindigkeit und Glück. Für die unzähligen Fans in der gesamten Welt ist dieses Motorrad das Nonplusultra und eine sportliche Herausforderung. Wer Ducati sagt, meint Spitzentechnik, Spitzenleistung und italienischen Lifestyle. Ach ja, noch etwas: Meine nächste Probefahrt mit einer Ducati ist schon vorgemerkt, trotz übervollem Terminkalender. Wenn die
Ducati ruft …

In unserer Wortwahl sind wir uns einig: sensationell, grandios, einmalig. Wir sind überwältigt. Fasziniert von den Bikes erfahren wir den Rausch von Freude, Genugtuung und Emotion. Jetzt am Abend können wir auch vom trefflichen Wein der Region probieren, der vorzüglich harmoniert mit den Ducati-Glückshormonen.