The Evolution of Freedom

Jackpot! An manchen Tagen ist es einfach noch besser, der zu sein, der ich bin. Heute war so ein Tag. Ich befand mich in einer der schönsten Regionen Europas, in den majestätischen Dolomiten. Hier traf ich Mitja Borkert, den Chefdesigner von Lamborghini, und durfte Supersportwagen fahren.

Dr. Wolfgang K. Eckelt im Gespräch mit Mitja Borkert | Top Company Guide
The Evolution of Freedom | Lamborghini | Top Company Guide
Dr. Wolfgang K. Eckelt mit Mitja Borkert | Top Company Guide

5 Uhr früh, der Morgentau schaukelt auf den Blättern, es riecht nach einem warmen Sommertag. Sonst nicht wirklich meine Zeit, aber heute bin ich schon wie im Fieber, da der frühe Morgen in den Dolomiten noch so voller Harmonie und Ruhe ist – doch nicht mehr lang.

Gandini-Linie
Mit einem ausgezeichneten Espresso eingestimmt trete ich vor die Tür, und dort stehen sie schon, zwei Sportwagen-Ikonen, sofort zu erkennen an der unverwechselbaren Silhouette: der Klassiker Aventador S Roadster und der Jungstier Huracán EVO Spyder.

Ich staune. Man kommt ja nicht jeden Tag einem Lamborghini so nahe. Jedes Detail begeistert mich, passt sich perfekt ein ins Ganze … wie in eine Skulptur. Man könnte sie sich auch ins Wohnzimmer stellen.

Das sieht mein prominenter Gesprächspartner und Sportwagen-Enthusiast genauso: Mitja Borkert erläutert mir enthusiastisch, dass Lamborghini sich durch die besondere Silhouette, also die Linie von der Fronthaube bis zum Heck, klar identifiziert. Er nennt sie gerne die „Gandini-Linie“, da sie vom Meister des Lamborghini Designs stammt, von Marcello Gandini. Dieser Star-Designer der Automobilindustrie entwarf Mitte der 1960er-Jahre mit 27 Jahren den Miura, den Ausgangspunkt der Lamborghini-typischen Design-DNA.

The Evolution of Freedom | Lamborghini | Top Company Guide
Dr. Wolfgang Eckelt, The Evolution of Freedom | Lamborghini | Top Company Guide
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Countach!
Weiter geschärft wurde die besondere Linie von Gandini im legendären Lamborghini Countach, Anfang der 70er-Jahre. Wie der Miura ein Mittelmotor-Sportler, aber eckiger und aggressiver und damit schon ein echter Kampfstier.

Der Gründer von Lamborghini, Ferruccio Lamborghini, soll den Stier als Markenzeichen gewählt haben nach seinem Sternzeichen. Zur Gründung der Marke 1963 wählte er für das Logo den Murciélago, einen besonders berühmten spanischen Kampfstier, und fast alle Modelle wurden nach Kampfstieren benannt. Nur „Countach“ ist eigentlich ein Ausruf der Bewunderung.

Mit fällt auch nur noch „Wow“ ein, wenn Mitja weiter erzählt vom flachen Winkel der seitlichen Fenster und der besonderen Y-Form, die jeden Lamborghini ausmacht.

Die Ikone – Aventador
Der Aventador ist die Ikone der Open-Top-Fahrzeuge. Ich glaube, man würde ihn auch mit verbundenen Augen erkennen. Entschlossene Linien, die auf maximale Aerodynamik ausgerichtet sind. Der Aventador S Roadster geht noch weiter: noch mehr Dynamik, Raffinesse und Aggressivität, noch schärfere, von der Natur und Luftfahrt inspirierte Linien mit Abgasrohren wie im Space Shuttle.

Der Herzschlag
Das Herzstück bildet der V12-Motor mit 740 PS, die bei 8.400 Umdrehungen voll entfaltet werden. Mit spektakulärer Beschleunigung und atemberaubendem Sound verkörpert er Kraft in seiner reinsten Form.

Der Jungstier – Huracán
Der neue Huracán EVO Spyder ist noch aggressiver im Design und der Anblick lässt meinen Puls steigen – und kompromisslose Leistung erahnen. Ich erfahre noch mehr: Neben der Y-Form ist auch das Hexagon des Kohlenstoffatoms ein Designelement, das die Lamborghini-DNA kennzeichnet.

Kompromisslos
Der Huracán EVO Spyder mit klassischem Stoffverdeck vereint für mich Formschönheit mit absoluten Spitzenleistungen. Ein charakterstarkes Fahrzeug, das temperamentvolle 640 PS aus dem V10-Motor erzeugt. Für ein wahres Feuerwerk der Gefühle am Steuer. So verspricht es Mitja.

Entsichern!
Jetzt hält es mich aber nicht länger und ich möchte endlich dieses Kunstwerk an Design und Kraft hautnah erleben.
Auf dem Fahrersitz. Und – ich darf den Aventador fahren!

Die Fahrertür hebt sich elegant nach oben, ich steige ein und was nimmt man als erstes wahr in diesem Innenraum? Den Geruch edler Materialien, die in sorgfältiger Handarbeit mit Leidenschaft verarbeitet wurden.

Ein Highlight: Der Startknopf ist versehen mit einem roten Entsicherungshebel. Wie bei den Waffensystemen im Kampfjet!

Dr. Wolfgang K. Eckelt und Mitja Borkert | Top Company Guide
Dr. Wolfgang K. Eckelt im Gespräch mit Mitja Borkert | Top Company Guide

Fast & Furious
Ich bin bereit, entriegele und starte. Und jetzt – dieser spektakuläre Sound! Unvergleichlich! V12 – einfach fett! Mitja ist in den Huracán eingestiegen und ohne Worte verstehen wir uns: 2 Männer, 2 Supersportwagen, die momentan noch relativ freie Strecke in einer der spektakulärsten Regionen Europas! Gas!

Ich habe ja schon viel erlebt, aber diese Beschleunigung zusammen mit dem kolossalen Sound, der mir open-air um den Kopf wirbelt – rasant steigt der Adrenalinspiegel! Ich nehme Kehre für Kehre, und zum Adrenalin kommt nun auch der Spaß, diesen Supersportwagen fahren zu dürfen. Ich bin konzentriert, und jeder kleine Tipp auf das Gaspedal lässt mich grinsen.

Sellaronda
Von der beeindruckenden Landschaft, dem schroffen Sellamassiv, bekomme ich nichts mit. Ich bin fokussiert auf die Straße. Aber ich erinnere mich noch an die Ausführungen von Mitja: Design ist nie Selbstzweck. Das neue Design des Aventador S Roadster liefert eine Steigerung des frontalen Abtriebs um 130 Prozent. Und neu in seiner Klasse ist die einzigartige Kombination aus dem aktiven Lenksystem und dem der Hinterradlenkung. Das bedeutet: In langsamen Kurven lenken die Hinterräder entgegen der Vorderräder für mehr Agilität, in schnellen Kurven lenken sie in die gleiche Richtung wie die Vorderräder, so liegt der Sportwagen noch stabiler auf der Straße. Sensationell!

Doch auch Chef-Designer können Auto fahren. Der gelbe Huracán kommt immer wieder nah an mich heran, drängt sich auch mal vor und lässt mich dann wieder herankommen. Der 5,2-Liter-V10-Motor des Huracán EVO Spyder liefert kompromisslose 640 PS, Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,1 Sekunden.

Skizze der Zukunft
Ich könnte noch Stunden so über den Asphalt heizen, doch der Verkehr nimmt immer mehr zu, Motorradfahrer und Reisebusse drängen sich durch die kniffligen Kehren, so dass Mitja und ich eine Pause machen.

Jetzt holt Mitja auch noch sein Skizzenbuch heraus (denn alle Lamborghinis werden zuerst per Hand skizziert) und erläutert mir sein neues Herzensprojekt: den Terzo Millennio, ein elektrischer Lamborghini für die Zukunft, sehr futuristisch im Design.

Sicherlich wird es spannend, den elektrischen Lamborghini kennenzulernen, doch so vernünftig die E-Mobilität ist –
manchmal muss es für mich einfach der V10- oder V12-Sound eines klassischen Lamborghini sein.

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